Rumoren im Bauch

Luft im Bauch beeinträchtigt fast täglich das Lebensgefühl. Der Leidensdruck, körperlich wie seelisch, kann immens werden. Jede Art von persönlicher Anspannung verschlimmert die Beschwerden. Stress lässt den Bauch geradezu mitreden mit grummelnden Geräuschen. Viele Menschen suchen zunehmend Hilfe für ein Problem, über das ungern gesprochen wird.

Doch nur wenige wissen, dass mit der modernen funktionellen Labordiagnostik bei einer Untersuchung z.B. des Stuhls viele aufschlussreiche Informationen über den Körper und die Verdauung gewonnen werden können. So kann man wesentlich mehr Kenntnisse über den eigenen Körper und Möglichkeiten für individuelle Hilfe erlangen.

Wissenschaftliche Berater haben einen Fragebogen für Menschen mit Blähungen und/oder unklaren Bauchbeschwerden entwickelt. Mit Hilfe dieses kostenlosen Fragebogens erhalten Ärzte Hinweise auf mögliche Ursachen der Beschwerden. Sie können ihn finden unter www.luft-im-bauch.de.

Unklare Bauchbeschwerden

Bei jeder Verdauung entstehen Gase, bis zu 15 Liter pro Mahlzeit! Das ist normal, solange die Gase vom Darm aufgenommen werden oder fast unbemerkt je nach typisch blähendem Essen wie Kohl oder z.B. Bohnen in kleinen Portionen und vor allem schmerzfrei abgehen.

Bildet sich jedoch vermehrt Luft im Darm und verursacht diese unter anderem Völle und/oder kolikartige Schmerzen, spricht man von Blähsucht, Meteorismus oder Flatulenz. Die zusätzlich auftretenden Symptome können sehr vielseitig sein:

Hauptsymptome

  • Blähungen, Bauchkrämpfe
  • Durchfall und/oder Verstopfung
  • Übelkeit, Appetitlosigkeit
  • Mundgeruch

Begleitsymptome

  • Müdigkeit, Übellaunigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Hauterscheinungen, Allergien
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Gelenk- und Muskelschmerzen

Ursachen für Blähungen und Darmstörungen

  • Fehlbesiedlung des Darms mit Bakterien oder Pilzen
  • ingeschränkte Funktion der Bauchspeicheldrüse
  • Mangel an Verdauungssekreten
  • Kohlenhydrat-Unverträglichkeiten, z.B. gegen Laktose, Fruktose oder Sorbit
  • Nahrungsmittel-Allergien oder -Unverträglichkeiten
  • Gluten-Unverträglichkeit
  • Histamin-Unverträglichkeit 
  • Parasiten

Schon während des Essens wird Luft geschluckt. Oder man verträgt bestimmte Speisen nicht und kann sie nicht verdauen. Viele Menschen bekommen Blähungen, wenn sie übermäßig viel Zucker konsumiert haben.

Oft sind aber auch bestimmte Darmbakterienschuld, die vermehrt Kohlenhydrate, Fette oder Ballaststoffe abbauen. Oder ein Mangel an den für den Darm wichtigen Bakterien kann Probleme verursachen.

Besteht eine noch nicht entdeckte Nahrungsmittel-Unverträglichkeit, kann dies u.a. auch zu Schmerzen und Blähungen führen. Hierbei kann es erst Stunden oder sogar Tage nach der betreffenden Mahlzeit zu unterschiedlichen Beschwerden kommen, die dann oft gar nicht mehr mit einer der letzten Mahlzeiten gedanklich in Verbindung gebracht werden.

Tipps und Vorsorge
  • Essen Sie langsam und konzentrieren Sie sich dabei auf den Genuss!
  • Kauen Sie gründlich! Nur gut gekaute Nahrung ist leicht verdaulich!
  • Sorgen Sie für regelmäßige Verdauung!
  • Pflegen Sie Ihren Darm mit sog. Probiotika, besonders nach Medikamenten wie z.B. Antibiotika!
  • Vermeiden Sie zuckerhaltige und fettreiche Nahrungsmittel!
  • Belastende Blähungen nach ballaststoffreichen Mahlzeiten, wie  z.B. Müsli oder Vollkornbrot, sind ein Hinweis auf einen nicht intakten Darm!
  • Bewegen Sie sich regelmäßiger! Schon Spazierengehen oder Walken regt die Verdauung an und entspannt die Nerven!